Praxiswerkstätten und kontinuierlicher Wissenschafts-Praxis-Transfer

Im Rahmen von Teilprojekt 3 zur Soziologie der historisch-politischen Bildung werden halbjährlich Praxiswerkstätten an der Universität Leipzig durchgeführt. In den zweitätigen Workshops kommt ein fester Kreis von Fachkräften miteinander ins Gespräch. Im Sinne einer kollegialen Fallberatung findet ein Austausch über konkrete Erfahrungen und typische pädagogische Interaktionen statt. Darüber hinaus werden Forschungsergebnisse aus den Teilprojekten 1 und 2 gemeinsam mit den BildnerInnen reflektiert und diskutiert. Dabei helfen die Ergebnisse der Teilprojekte verfestigte Deutungskonkurrenzen aufzubrechen und liefern Anknüpfungspunkte für alternative Deutungen und gegenwartsbezogene Aktualisierungen. Verschiedene eigensinnige Aneignungsformen im Kontext historisch-politischer Bildung können so besser eingeordnet werden. Dieser intensive Austausch soll in eine Praxishandreichung für pädagogische MultiplikatorInnen sowie perspektivisch in die Implementierung einer Praxisstelle zur politisch-historischen Bildung an der Universität Leipzig münden.

Ein kontinuierlicher Wissenschafts-Praxis-Transfer wird nicht nur durch die Praxiswerkstätten angestrebt. Die Ergebnisse der Teilprojekte sollen systematisch aufeinander bezogen und fortwährend in fachwissenschaftliche und öffentliche Debatten eingespeist werden: durch Fachtagungen und Publikationen, Kulturveranstaltungen (Lesungen und Filmvorführungen mit Diskussion), Lehrforschungsmodule sowie auf dieser Internetseite.